Interoperabilitätsforum

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Die semantische und darüber hinaus die tatsächlich "machbare" Interoperabilität bleibt eines der vorrangigen Ziele, um eine Qualitäts- und Effizienzsteigerung in der Patientenbehandlung zu erreichen und dabei gleichzeitig sowohl dem Konkurrenz- als auch dem Kostendruck durch eine Neugestaltung der internen und externen Abläufe entgegenzuwirken. Dieses übergreifende Ziel kann die HL7-Benutzergruppe aber nicht alleine erreichen. Andere Gruppierungen haben nämlich ähnliche Absichten.

Wenn man berücksichtigt, dass unsere "Aktiven" in mehreren Gruppen agieren und dabei relativ viel Zeit und Energie für die Kommunikation der Gruppen untereinander verloren geht, wurde über Alternativen nachgedacht. Die naheliegende Lösung war eine gemeinsame Veranstaltung, an der alle Interessenten teilnehmen können, unabhängig von der jeweiligen Zugehörigkeit.

Schon die früheren HL7-TC-Treffen waren übrigens nie auf die HL7-Mitglieder beschränkt.

Aus diesem Grund wurde vor etwa einem Jahr das sog. „Interoperabilitätsforum“ ins Leben gerufen – ein Treffen, das gemeinsam von der HL7-Benutzergruppe, IHE Deutschland, sowie der AG Interoperabilität des VHitG und dem Fachbereich Medizinische Informatik des DIN veranstaltet wird. Weitere Gruppen wie EPA2015 haben bereits ihr Interesse angemeldet.

Mit dieser Zusammenlegung ist für die Teilnehmer auch automatisch eine Kostenreduktion verbunden, da es weniger, dafür aber effizientere Arbeitsgruppentreffen gibt.

Auf diesem Treffen werden Fragen und Probleme der Interoperabilität in der Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen vorgestellt, Lösungsansätze dafür eruiert und darauf aufbauend entsprechende Aktivitäten festgelegt. Dieser inhaltliche Fortschritt wird dann beim nächsten Treffen weitergeführt. Die Fragen werden themenweise besprochen und sind nicht abhängig von der dafür zuständigen Gruppe.

Zu diesem Treffen sind alle eingeladen, die zu einer Fortführung der Themen sowie Verbesserung der Ergebnisse beitragen können. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass alle Experten gemeinsam zur Erreichung der Ziele beitragen.

Das letzte dieser Treffen hat Anfang März in Berlin stattgefunden und kann nach dem Startjahr 2009 mit diesmal 30 Teilnehmern als das erfolgreichste seit Bestehen der sog. HL7-TC-Treffen bezeichnet werden.

So wurden auf dem letzten Treffen beispielsweise die Kommentare zu dem in der Abstimmung befindlichen Diagnoseleitfaden besprochen sowie die Implementierungsleitfäden für den ePflegebericht, den Pathologiebefund, den Ärztlichen DRV-Reha-Entlassbericht und die elektronische Organspende-Erklärung vorgestellt. Diskutiert wurde auch, wie das IHE XDS Integrationsprofil auf D2D abgebildet werden kann, um so den ambulanten Sektor einfacher mit dem stationären verbinden zu können. Berichtet wurde auch vom aktuellen Stand der Arbeiten in der Gruppe zur Anbindung von Medizingeräten, die gemeinsam von IHE-D und HL7-D betrieben wird. In dieser Aufzählung soll nicht vergessen werden, dass immer wieder neue Fragen zum Einsatz von HL7 v2.x auftauchen, die ebenfalls qualifiziert beantwortet werden müssen.

Ein weiteres Novum sind die schon länger wechselnden Veranstaltungsorte. So wird zukünftig Berlin eine größere Rolle spielen, da so für einige Interessenten bei den derzeitig allgemein anstehenden Sparmaßnahmen in den diversen Firmen und Institutionen eine Teilnahme erleichtert wird. Eine derartige Zusammenarbeit erfordert aber auch eine übergreifende Koordination. Auf der conhIT des letzten Jahres wurde die Gründung des sog. Kompetenznetzes „eHealth-Stan - dards“ (www.kompetenznetz-ehealth-standards.de) bekannt gegeben, die in der „Berliner Erklärung“ besiegelt wurde.

Dieses Netzwerk wird von einer Reihe von Experten persönlich unterstützt, die auf der Webseite auch benannt sind.

Die Webseite des Netzwerks wird ebenfalls dazu genutzt, um übergreifend die anstehenden Termine verschiedenster Gruppierungen bekannt zu geben. So soll vermieden werden, dass Veranstaltungen konkurrierend geplant werden.

Autor: Frank Oemig