Patienteneinwilligung Zuweiserportale: Unterschied zwischen den Versionen

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(ROL-Segment: Vorschlag vom Juni 2015 zur Vereinheitlichung der beiden Ansätze in Beispielen umgesetzt)
(Beispiele: weiteres Beispiel mit generischen Policy OIDs hinzugefügt)
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Patient ruft am nächsten Tag an und zieht seine Zustimmung zurück, so daß weder der Hausarzt noch die einweisende Ärztin eine Zugriffsberechtigung haben. Da in diesem Beispiel die generischen Policy OIDs verwendet werden, muss der Sender nicht die Identitäten der Ärzte erneut übetragen. Der Zugriff wird nun für alle Hausärzte und alle einweisenden Ärzte gesperrt.
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<syntaxhighlight lang="text">CON|1|2.16.840.1.113883.2.6.99.1||||||||T|X||201512091240|||Y|N||Y||F|||Musterpatient^Paul^^^^^^L|1
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==== Szenario 3 ====
 
Patient stimmt in schriftlicher Form zu, dass dem Hausarzt Dr. Musterarzt (ID 9999) eine Zugriffsberechtigung erteilt wird, die durch die OID 2.999.9.1.5.1 ausgedrückt wird und Zugriff auf konkrete Dokumententypen der Einrichtung umfasst.
 
Patient stimmt in schriftlicher Form zu, dass dem Hausarzt Dr. Musterarzt (ID 9999) eine Zugriffsberechtigung erteilt wird, die durch die OID 2.999.9.1.5.1 ausgedrückt wird und Zugriff auf konkrete Dokumententypen der Einrichtung umfasst.
 
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Alternative Umsetzung mittels PRT anstelle von ROL. Dies würde auch Berechtigungen auf Organisationsebene erlauben (die Organisation lässt sich in ROL nicht gut abbilden):
 
Alternative Umsetzung mittels PRT anstelle von ROL. Dies würde auch Berechtigungen auf Organisationsebene erlauben (die Organisation lässt sich in ROL nicht gut abbilden):
 
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PRT|1|A||FHCP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO||O|Praxis Mustermann^^199991^^^&2.999.2&ISO</syntaxhighlight>
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PRT|1|A||PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO||O|Praxis Mustermann^^199991^^^&2.999.2&ISO</syntaxhighlight>
  
==== Szenario 3 ====
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==== Szenario 4 ====
 
Der Patient stimmt der Erteilung einer Zugriffsberechtigung für den nachbehandelnden Arzt (Dr. Musterärztin) zu,  
 
Der Patient stimmt der Erteilung einer Zugriffsberechtigung für den nachbehandelnden Arzt (Dr. Musterärztin) zu,  
 
widerspricht jedoch ausdrücklich einer Zugriffsberechtigung für den Hausarzt (Dr. Musterarzt)
 
widerspricht jedoch ausdrücklich einer Zugriffsberechtigung für den Hausarzt (Dr. Musterarzt)
 
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ROL|1|AD|FHCP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
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ROL|1|AD|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
 
CON|2|2.999.9.1.5.1||||||||W|R
 
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ROL|2|AD|RT|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight>
 
ROL|2|AD|RT|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight>
  
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==== Szenario 5 ====
 
Der Patient hat zunächst eine Zugriffsberechtigung für den Einweisenden Arzt erteilt,
 
Der Patient hat zunächst eine Zugriffsberechtigung für den Einweisenden Arzt erteilt,
 
hat diese nun jedoch widerrufen.
 
hat diese nun jedoch widerrufen.
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ROL|1|AD|AD|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight>
 
ROL|1|AD|AD|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight>
  
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==== Szenario 6 ====
 
Der Patient stimmt der Zugriffsberechtigung für den Hausarzt weiterhin zu,
 
Der Patient stimmt der Zugriffsberechtigung für den Hausarzt weiterhin zu,
 
aber der Hausarzt hat sich geändert.
 
aber der Hausarzt hat sich geändert.
 
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ROL|1|DE|FHCP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
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ROL|1|DE|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
ROL|2|AD|FHCP|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight >
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ROL|2|AD|PP|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight >
  
 
Alternativ könnte man die Änderung des Hausarztes als "zurückziehen" der Einwilligung für Hausarzt "Alt" und Neu-Erteilung der Einwilligung für Hausarzt "Neu" betrachten. Dies würde die Verarbeitung auf Empfängerseite vereinfachen
 
Alternativ könnte man die Änderung des Hausarztes als "zurückziehen" der Einwilligung für Hausarzt "Alt" und Neu-Erteilung der Einwilligung für Hausarzt "Neu" betrachten. Dies würde die Verarbeitung auf Empfängerseite vereinfachen
 
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ROL|1|AD|FHCP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
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ROL|1|AD|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
 
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ROL|2|AD|FHCP|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight>
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ROL|2|AD|PP|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight>
 
 
==== Szenario 6 ====
 
Patient stimmt in schriftlicher Form zu, dass dem Hausarzt Dr. Musterarzt (ID 9999) und der Kinderärztin Dr. Musterfrau (ID 7777) eine Hausarzt-Zugriffsberechtigung erteilt wird, die durch die OID 2.999.9.1.5.1 ausgedrückt wird und Zugriff auf konkrete Dokumententypen der Einrichtung umfasst.
 
<syntaxhighlight lang="text">CON|1|2.999.9.1.5.1||||||||W|A
 
ROL|1|AD|PCP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
 
ROL|2|AD|FHCP|7777^Musterfrau^Maxine^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO</syntaxhighlight >
 
  
 
[[Kategorie:Segmente|CON]]
 
[[Kategorie:Segmente|CON]]
 
[[Kategorie:Anfragen|Patienteneinwilligung]]
 
[[Kategorie:Anfragen|Patienteneinwilligung]]

Version vom 8. Dezember 2015, 14:50 Uhr



Bei der Bereitstellung von Patienteninformationen für mitbehandelnde und zuweisende Ärzte mit Hilfe eines Zuweiserportals, ist die Einwilligung des Patienten erforderlich.

Diese Seite dient dem Versuch - mit möglichst einfachen Mitteln - die häufigsten UseCases zur Übermittlung der Patienteneinwilligung an ein Zuweiserportal darzustellen.

Die Akteure sind

  • das KIS-System, in dem die administrative Aufnahme des Patienten erfolgt.

In der Regel werden dem Patienten bei der Aufnahme die Formulare zur Erteilung der Einwilligung bzw. des Widerspruchs ausgehändigt und Entscheidung des Patienten im KIS registriert.

  • das Zuweiserportal, das den angeschlossenen Ärzten abhängig vom Behandlungskontext und der vorliegenden Patienteneinwilligung Informationen über den Behandlungsverlauf zur Verfügung stellt.


HL7-Events

Für die Anlage und Aktualisierung der Patienteneinwilligung stehen die ADT-Events A01 (Anlage stationäre Aufnahme) A04 (Anlage ambulanter Besuch) und A08 (Änderung fallbezogener Daten) zur Verfügung.

HL7-Nachrichtenstrukturen

Für die Übermittlung von Art und Status der Einwilligung werden die Nachrichtenstrukturen der o.g. Events um das CON-Segment und bei Bedarf dazugehörige ROL-Segmente erweitert. Die Segment-Gruppe ist optional und wiederholbar und steht am Ende der Nachrichten.

MSH
[  {  SFT  }  ]  
EVN
PID
[  PD1  ]  
[  {  ROL  }  ]  
[  {  NK1  }  ]  
PV1
[  PV2  ]  
[  {  ROL  }  ]  
[  {  DB1  }  ]  
[  {  OBX  }  ]  
[  {  AL1  }  ]  
[  {  DG1  }  ]  
[  DRG  ]  
                              PROCEDURE
[{  PR1  
   [  {  ROL  }  ]  
}]
                              PROCEDURE
[  {  GT1  }  ]  
                              INSURANCE
[{  IN1  
   [  IN2  ]  
   [  {  IN3  }  ]  
   [  {  ROL  }  ]  
}]
                              INSURANCE
[  ACC  ]  
[  UB1  ]  
[  UB2  ]  
[  PDA  ]  
                              PATIENTENEINWILLIGUNG ZUWEISERPORTALE
[{  CON
   [  { ROL }  ]
}]

CON-Segment

Um die Detailinformationen zur Patienteneinwilligung zu übermitteln dient das CON-Segment mit folgenden Wertebereichen:

Seq Description German Interpretation Length Table r/o/c Rep#: Item Data Structure Section
1 Set ID - CON CON-Segmentnummer 4 R 01776 SI 9.9.4.1
2 Consent Type Art der Einverständniserklärung

Der Umfang und die Auswirkungen der Einverständniserklärung wird über eine OID bestimmt. Hierfür können (noch zu bestimmende) feste OIDs verwendet werden, die jeweils eine generische Zugriffsberechtigung für einen Hausarzt, einweisenden Arzt, aufnehmenden Arzt oder Nachsorger darstellen. Anstatt die generischen Zugriffsberechtigungen zu verwenden, können hier auch beliebige (projektspezifische) Policy OIDs verwendet werden, deren Semantik im Berechtigungssystem des Zuweiserportals festgelegt wird. Wenn CON Segmente mit diesen projektspezifischen Policy OIDs mit ROL Segmenten gruppiert werden, bezieht sich die Einverständniserklärung nur auf die im ROL Segment benannte Person oder Organisation.

705 0496 R 01777 CWE 9.9.4.2
3 Consent Form ID and Version verwendetes Formular der Einverständniserklärung 40 O 01778 ST 9.9.4.3
4 Consent Form Number eindeutige Identifikation der Einverständniserklärung 427 O 01779 EI 9.9.4.4
5 Consent Text Einverständnis - Text (hier: "Erteilung einer Zugriffsberechtigung auf medizinische Informationen") 65536 O Y 01780 FT 9.9.4.5
6 Subject-specific Consent Text Spezifische Einverständnisse 65536 O Y 01781 FT 9.9.4.6
7 Consent Background Information zusätzliche Informationen 65536 O Y 01782 FT 9.9.4.7
8 Subject-specific Consent Background Text spezifische Zusatzinformationen 65536 O Y 01783 FT 9.9.4.8
9 Consenter-imposed limitations Einschränkungen durch den Einwilligenden 65536 O Y 01784 FT 9.9.4.9
10 Consent Mode Form der Einverständniserklärung


T Telephone
V Verbal
W Written
I Implicit

2 0497 R 01785 CNE 9.9.4.10
11 Consent Status Status der Einverständniserklärung


A = Active (durch impliziten oder expliziten Widerspruch)
B = Bypassed (Patient wurde aus (medizinischen, psychologischen, taktischen) Gründen nicht informiert bzw. gefragt, die Daten sollen trotzdem im Zuweiserportal erscheinen)
P = Pending (Patient wurde (noch) nicht informiert oder gefragt, die Meldung soll noch nicht erfolgen)
R = Refused (Patient hat Widersprochen, ohne vorherige implizite oder explizite Einwilligung)
X = Rescinded (Patient hat eine zuvor erteilte Einwilligung zurückgezogen)

2 0498 R 01786 CNE 9.9.4.11
12 Consent Discussion Date/Time Zeitpunkt des Patientengesprächs 24 O 01787 DTM 9.9.4.12
13 Consent Decision Date/Time Zeitpunkt der Patientenentscheidung 24 O 01788 DTM 9.9.4.13
14 Consent Effective Date/Time Beginn des Einverständniszeitraums 24 O 01789 DTM 9.9.4.14
15 Consent End Date/Time Ende des Einverständniszeitraums 24 O 01790 DTM 9.9.4.15
16 Subject Competence Indicator Merkmal Patientenverständnis vorhanden 1 0136 O 01791 ID 9.9.4.16
17 Translator Assistance Indicator Merkmal Dolmetscher benötigt 1 0136 O 01792 ID 9.9.4.17
18 Language Translated To übersetzt nach 250 0296 O 01793 CWE 9.9.4.18
19 Informational Material Supplied Indicator Merkmal zusätzliches Informationsmaterial ausgehändigt 1 0136 O 01794 ID 9.9.4.19
20 Consent Bypass Reason Grund für Nichteinholung eines Einverständnisses 705 0499 O 01795 CWE 9.9.4.20
21 Consent Disclosure Level Umfang der Patientenaufklärung 1 0500 O 01796 ID 9.9.4.21
22 Consent Non-disclosure Reason Grund für eingeschränkte Patientenaufklärung 705 0501 O 01797 CWE 9.9.4.22
23 Non-subject Consenter Reason Grund für die Einwilligung durch Dritte 705 0502 O 01798 CWE 9.9.4.23
24 Consenter ID Einwilligende Person 250 R Y 01909 XPN 9.9.4.24
25 Relationship to Subject Beziehung des Einwilligenden zum Patienten 100 0548 R Y 01898 IS 9.9.4.25

Policy-OIDs

Gemäß der Implementierungsleitfäden von HL7 Deutschland, sollte die Übermittlung der im Behandlungskontext stehenden Ärzte mit Hilfe von ROL-Segmenten stattfinden (vgl. gemeinsame Elemente). Dabei sind verschiedene Rollen-Ausprägungen möglich. Da jede Einrichtung eigenständig entscheiden muss welche der bei ihnen verwendeten Dokumententypen mit welchen Rollen geteilt wird, sollte jede Einrichtung eigene Policy-OIDs definieren. Eine Policy-OID (z.B. 2.999.9.1.5.1) steht dann für die Berechtigung auf Dokumente mit Typ "Arztbrief", "vorläufiger Arztbrief", "Kardiologischer Arztbrief", "Arztbrief (kurz)" und auf "OP-Bericht" zuzugreifen. Bei Änderung des Umfangs der Zugriffsberechtigung sollte immer eine neue OID vergeben werden. Wenn z.B. die obige Liste um den "OP-Bericht" Eintrag gekürzt wird, sollte eine neue OID (z.B. 2.999.9.1.5.2) verwendet werden. Dadurch können für die gleiche Rolle unterschiedliche Berechtigungen abgebildet werden, je nach gültiger Regelung zum Zeitpunkt der Einwilligung (ohne das dabei das Einwilligungsdatum bei der Berechtigungsprüfung herangezogen werden müsste). Um einen sinnvollen Minimalstandard zu bieten und Umsetzungsprojekte zu unterstützen, die vor dem Aufwand für präzise, eigene Definitionen der Zugriffsrechte zurückschrecken, werden hier generische Policy OIDs vorgegeben, die von jeden Projekt frei verwendet werden können. Im Folgenden werden die generische Policy OIDs definiert.

Hausarzt

  • Titel: Generische Policy für den Zugriff von Hausärztinnen auf Patientendaten in einem Zuweiserportal
  • Policy OID (CON-2): 2.16.840.1.113883.2.6.99.1 (TODO durch finale OID ersetzen)
  • Wer ist berechtigt: Die Hausärztin des Patienten - diese Policy spezifiert nicht über welchen Mechanismus die Identität der Ärztin übertragen wird (PV1-9; PD1-4; ROL Segment mit PP als ROL-3; out-of-band, z.B. eine explizite Konfiguration für jeden Patient)
  • Worauf ist sie berechtigt: Zugriff auf medizinische Daten, die in dieser Policy nicht weiter spezifiziert sind, über ein Zuweiserportal
  • Wie lange ist sie berechtigt: Von dem in <CON-14> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden) bis ausschliesslich zum dem in <CON-15> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden)

Einweisender Arzt

  • Titel: Generische Policy für den Zugriff von einweisenden Ärztinnen auf Patientendaten in einem Zuweiserportal
  • Policy OID (CON-2): 2.16.840.1.113883.2.6.99.2 (TODO durch finale OID ersetzen)
  • Wer ist berechtigt: Die einweisende Ärztin des über die Nachricht übertragenen Falls - diese Policy spezifiert nicht über welchen Mechanismus die Identität der Ärztin übertragen wird (PV1-8; ROL Segment mit RP als ROL-3; out-of-band)
  • Worauf ist sie berechtigt: Zugriff auf medizinische Daten, die in dieser Policy nicht weiter spezifiziert sind, über ein Zuweiserportal
  • Wie lange ist sie berechtigt: Von dem in <CON-14> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden) bis ausschliesslich zum dem in <CON-15> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden)

Nachsorgender Arzt

  • Titel: Generische Policy für den Zugriff von nachsorgenden Ärztinnen auf Patientendaten in einem Zuweiserportal
  • Policy OID (CON-2): 2.16.840.1.113883.2.6.99.3 (TODO durch finale OID ersetzen)
  • Wer ist berechtigt: Die nachsorgende Ärztin des über die Nachricht übertragenen Falls - diese Policy spezifiert nicht über welchen Mechanismus die Identität der Ärztin übertragen wird (PV1-9; ROL Segment mit RT als ROL-3; out-of-band)
  • Worauf ist sie berechtigt: Zugriff auf medizinische Daten, die in dieser Policy nicht weiter spezifiziert sind, über ein Zuweiserportal
  • Wie lange ist sie berechtigt: Von dem in <CON-14> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden) bis ausschliesslich zum dem in <CON-15> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden)

Aufnehmender Arzt

  • Titel: Generische Policy für den Zugriff von aufnehmenden Ärztinnen auf Patientendaten in einem Zuweiserportal
  • Policy OID (CON-2): 2.16.840.1.113883.2.6.99.4 (TODO durch finale OID ersetzen)
  • Wer ist berechtigt: Die aufnehmende Ärztin (aus Sicht des Krankenhaus) des über die Nachricht übertragenen Falls - diese Policy spezifiert nicht über welchen Mechanismus die Identität der Ärztin übertragen wird (PV1-17; ROL Segment mit AD als ROL-3; out-of-band)
  • Worauf ist sie berechtigt: Zugriff auf medizinische Daten, die in dieser Policy nicht weiter spezifiziert sind, über ein Zuweiserportal
  • Wie lange ist sie berechtigt: Von dem in <CON-14> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden) bis ausschliesslich zum dem in <CON-15> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden)

Behandelnder Arzt

  • Titel: Generische Policy für den Zugriff von behandelnden Ärztinnen auf Patientendaten in einem Zuweiserportal
  • Policy OID (CON-2): 2.16.840.1.113883.2.6.99.5 (TODO durch finale OID ersetzen)
  • Wer ist berechtigt: Die behandelnde Ärztin (aus Sicht des Krankenhaus) des über die Nachricht übertragenen Falls - diese Policy spezifiert nicht über welchen Mechanismus die Identität der Ärztin übertragen wird (PV1-7; ROL Segment mit AT als ROL-3; out-of-band)
  • Worauf ist sie berechtigt: Zugriff auf medizinische Daten, die in dieser Policy nicht weiter spezifiziert sind, über ein Zuweiserportal
  • Wie lange ist sie berechtigt: Von dem in <CON-14> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden) bis ausschliesslich zum dem in <CON-15> ausgedrückten Zeitpunkt (falls vorhanden)

ROL-Segment

Das ROL Segment wird verwendet um die Berechtigung, die sich aus dem vorhergehenden CON Segment ergibt, einer bestimmten Person zuzuweisen. Diese explizite Zuweisung erlaubt die Verwendung von Policies die unabhängig von der Rolle der zugreifenden Person sind, da die zu berechtigende Person aufgeführt wird, anstatt sie über den Rollentyp zu identifizieren.


lfd. Nr. Beschreibung German Interpretation Kard. Verwendung Tab. Data Item DT Länge Kapitel
1 Role Instance ID ID der individuellen Funktion [0..1] O
(C)
01206 EI 15.4.7.1
2 Action Code Aktionscode


AD - Add
DE - Delete

[1..1] R 0287 00816 ID 12.4.1.1
3 Role-ROL Funktion [1..1] R 0443 01197 CE 15.4.7.3
4 Role Person ausübende Person zu ROL-3 [1..*] R 01198 XCN 15.4.7.4
5 Role Begin Date/Time Zeitpunkt des Beginns zu ROL-3 [0..1] O 01199 TS 15.4.7.5
6 Role End Date/Time Zeitpunkt des Endes zu ROL-3 [0..1] O 01200 TS 15.4.7.6
7 Role Duration Dauer der Funktion [0..1] O 01201 CE 15.4.7.7
8 Role Action Reason Begründung der Funktion [0..1] O 01205 CE 15.4.7.8
9 Provider Type Typ des Dienstleisters [0..*] O 01510 CE 15.4.7.9
10 Organization Unit Type [0..1] O 0406 01461 CE 15.4.7.10
11 Office/Home Address/ Birthplace Dienst- / Privatadresse/ Geburtsadresse [0..*] O 00679 XAD 15.4.7.11
12 Phone Telefonnummer [0..*] O 00678 XTN 15.4.7.12

Tabelle 0443: Provider Role

Wert Beschreibung Interpretation
AD Admitting Einweisender Arzt
AT Attending Behandelnder Arzt
CP Consulting Provider Mitbehandelnder Arzt
FHCP Family Health Care Professional ?
PP Primary Care Provider Hausarzt
RP Referring Provider überwiesen von
RT Referred To Provider überwiesen nach

Beispiele

Szenario 1

Patient stimmt in schriftlicher Form zu, dass dem Hausarzt Dr. Musterarzt (ID 9999) und der einweisenden Ärztin Dr. Musterärztin (ID 8888) eine Zugriffsberechtigung erteilt wird. Im Projekt wurde dafür keine eigene Policy OID definiert, stattdessen wird die generische Policy OID verwendet. Der Zugriff beschränkt sich auf bestimmte Dokumententypen, dies ist aber nicht in einer strukturierten Policy ausgedrückt sondern im Zuweiserportal über proprietäre Mittel abgebildet. Die einweisende Ärztin wird in diesem Beispiel per PV1-8 übertragen, beim Hausarzt nehmen wir in diesem Beispiel an, dass er einmal pro Patient in der Oberfläche des Zuweiserportals vom Klinikpersonal konfiguriert wird.

PV1|1|I|WCTR|R|||3333^Wasser^Ulrich^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO||MAM||||RP||N||W|5879758791|H|||||||||||||||||||KVHDIA|||^^^PHD||201504030953
CON|1|2.16.840.1.113883.2.6.99.1||||||||W|A||201512081533|201512081533|201503081533|Y|N||Y||F|||Musterpatient^Paul^^^^^^L|1
CON|2|2.16.840.1.113883.2.6.99.2||||||||W|A||201512081533|201512081533|201503081533|Y|N||Y||F|||Musterpatient^Paul^^^^^^L|1

Szenario 2

Patient ruft am nächsten Tag an und zieht seine Zustimmung zurück, so daß weder der Hausarzt noch die einweisende Ärztin eine Zugriffsberechtigung haben. Da in diesem Beispiel die generischen Policy OIDs verwendet werden, muss der Sender nicht die Identitäten der Ärzte erneut übetragen. Der Zugriff wird nun für alle Hausärzte und alle einweisenden Ärzte gesperrt.

CON|1|2.16.840.1.113883.2.6.99.1||||||||T|X||201512091240|||Y|N||Y||F|||Musterpatient^Paul^^^^^^L|1
CON|2|2.16.840.1.113883.2.6.99.2||||||||T|X||201512091240|||Y|N||Y||F|||Musterpatient^Paul^^^^^^L|1

Szenario 3

Patient stimmt in schriftlicher Form zu, dass dem Hausarzt Dr. Musterarzt (ID 9999) eine Zugriffsberechtigung erteilt wird, die durch die OID 2.999.9.1.5.1 ausgedrückt wird und Zugriff auf konkrete Dokumententypen der Einrichtung umfasst.

CON|1|2.999.9.1.5.1||||||||W|A
ROL|1|AD|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO

Alternative Umsetzung mittels PRT anstelle von ROL. Dies würde auch Berechtigungen auf Organisationsebene erlauben (die Organisation lässt sich in ROL nicht gut abbilden):

CON|1|2.999.9.1.5.1||||||||W|A
PRT|1|A||PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO||O|Praxis Mustermann^^199991^^^&2.999.2&ISO

Szenario 4

Der Patient stimmt der Erteilung einer Zugriffsberechtigung für den nachbehandelnden Arzt (Dr. Musterärztin) zu, widerspricht jedoch ausdrücklich einer Zugriffsberechtigung für den Hausarzt (Dr. Musterarzt)

CON|1|2.999.9.1.5.2||||||||W|A
ROL|1|AD|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
CON|2|2.999.9.1.5.1||||||||W|R
ROL|2|AD|RT|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO

Szenario 5

Der Patient hat zunächst eine Zugriffsberechtigung für den Einweisenden Arzt erteilt, hat diese nun jedoch widerrufen.

CON|1|2.999.9.1.5.3||||||||W|X
ROL|1|AD|AD|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO

Szenario 6

Der Patient stimmt der Zugriffsberechtigung für den Hausarzt weiterhin zu, aber der Hausarzt hat sich geändert.

CON|1|2.999.9.1.5.1||||||||W|A
ROL|1|DE|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
ROL|2|AD|PP|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO

Alternativ könnte man die Änderung des Hausarztes als "zurückziehen" der Einwilligung für Hausarzt "Alt" und Neu-Erteilung der Einwilligung für Hausarzt "Neu" betrachten. Dies würde die Verarbeitung auf Empfängerseite vereinfachen

CON|1|2.999.9.1.5.1||||||||W|R
ROL|1|AD|PP|9999^Musterarzt^Max^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO
CON|2|2.999.9.1.5.1||||||||W|A
ROL|2|AD|PP|8888^Musterärztin^Miriam^^^Dr. med.^^&2.999.1&ISO