Abstimmungsankündigung 20201014

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Interoperabilität 2025: Beginn der Abstimmung zum Detailpapier

Interoperabilität ist Teamwork. Eine Allianz aus health innovation hub – hih, die gematik GmbH, der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. – Bitkom hat im August ein gemeinsames Positionspapier mit konkreten politischen Maßnahmen vorgestellt. Während dieses Positionspapier „Teil A: Voraussetzungen für ein interoperables Gesundheitswesen schaffen“ vornehmlich an die Politik und den Gesetzgeber im Bundesministerium für Gesundheit adressiert ist, wird hiermit eingeladen, an dem Papier „Teil B: Detailkonzept zur Interoperabilität 2025“ mitzuwirken. Im kommenden Monat soll das Papier B breit in der Fachöffentlichkeit abgestimmt werden. Machen Sie aber jetzt schon mit, um das Papier mitzugestalten, bevor es in die Abstimmungsphase kommt.

Hintergrund

Die Digitalisierung unseres Gesundheitswesens wird derzeit durch die neu geschaffenen Rahmenbedingungen des Gesetzgebers stark vorangetrieben. Die elektronische Patientenakte (ePA), E-Rezept, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), Medizinische Informationsobjekte (MIO) und Register sind nur einige Beispiele, die dabei eine große Rolle spielen. Damit diese zukunftsweisenden, größtenteils parallel stattfindenden Entwicklungen tatsächlich die patientenorientierte Versorgung voranbringen, muss sichergestellt sein, dass internationale Standards in der elektronischen Kommunikation eingehalten werden.

Voraussetzungen für ein interoperables Gesundheitswesen schaffen

Der health innovation hub – hih, die gematik GmbH, der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. – Bitkom haben deshalb ein Konzeptpapier zur Interoperabilität 2025 im Gesundheitswesen erarbeitet und dem Bundesministerium für Gesundheit vorgelegt. Das Konzeptpapier „Interoperabilität 2025“ schlägt etwa die Schaffung einer Koordinierungsinstanz vor, um diese notwendigen Strukturen und Prozesse zu orchestrieren.

Zentrale Handlungsempfehlungen sind dabei

  • Die Bildung eines E-Health-Komitees, das auf Basis der Vorgaben der Politik eine nationale Interoperabilitätsstrategie umsetzt und diese fortschreibt.
  • Das Einsetzen einer Koordinierungsinstanz für alle Institutionen, die mit der Schaffung von Interoperabilität gesetzlich beauftragt wurden. Diese Rolle sollte die gematik übernehmen.
  • Der Aufbau eines Pools von Expertinnen und Experten, der Koordinierungsinstanz und E-Health-Komitee mit ergänzender Fachexpertise unterstützt.
  • Die Festlegung einheitlicher technischer und organisatorischer Werkzeuge durch Koordinierungsinstanz und E-Health-Komitee, um die Zusammenarbeit zu verbessern und Transparenz bei den Entscheidungen sicherzustellen.

Beginn der Abstimmung und Einbindung der Fachöffentlichkeit

Das Konzeptpapier wurde der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt (siehe hierzu auch die Pressemitteilung). Das Papier „Teil B: Detailkonzept zur Interoperabilität 2025“ schließt an Teil A konkret an und wird ab sofort breit in der Fachöffentlichkeit abgestimmt.

Das Detailpapier enthält genaue Auskünfte dazu, wie z. B. Interoperabilitätsvereinbarungen entstehen, in welchen Rahmenbedingungen das stattfindet und welche Strukturen und Prozesse man dazu braucht. Dazu werden Begrifflichkeiten definiert und offenen Fragen Raum gegeben.

Am 14. September 2020 wurde auf dem Interoperabilitätsforum die Abstimmung des Papiers B angekündigt und diese beginnt heute. Die Einladung geht an alle in der Fachöffentlichkeit und ist eine Aufforderung zum Mitmachen bei dieser Abstimmung.

Die wichtigsten Termine sind:

  • Beginn: 14. Oktober 2020 (heute)
  • Ende: 16. November 2020

Es gibt einen Link zur stets aktuellen Version im Interoperabilitäts-Wiki. Besuchen Sie dazu die Leitseite Interoperabilität-2025 http://wiki.hl7.de/index.php?title=Interoperabilität-2025, auf dem die aktuelle Version zu finden ist. Nutzen Sie für die Kommentare das dort ebenfalls hinterlegte Excel-Spreadsheet.

Die Ergebnispräsentation der Abstimmung und der eingegangenen Kommentare wird auf dem Interoperabilitätsforum am 3. + 4.Dezember 2020 (online-Treffen) besprochen.