Ihevs:Vokabular-Management

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Version vom 17. Mai 2016, 08:06 Uhr

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Vokabular-Management

Die Festlegung der Werte für ein kodiertes Attribut erfolgt über die Angabe von Konzeptdomänen (Concept Domains), Kodiersystemen (Code Systems) und Value Sets. Eine Konzeptdomäne dient dazu, den Wertebereich eines Attributs einzugrenzen ohne schon feste Kodiersysteme oder Value Sets vorzugeben. Eine Konzeptdomäne wird durch einen Namen, eine textuelle Beschreibung sowie eine Reihe von Beispielkonzepten definiert. Zum Beispiel soll DocumentEntry.typeCode laut dem IHE IT Infrastructure Technical Framework den Typ eines Dokuments aus Benutzersicht kodieren.

Ein Value Set ist eine eindeutige identifizierbare Sammlung von Konzeptrepräsentationen und es ist einer oder mehreren Konzeptdomänen zugeordnet. Ein Value Set kann Codes aus einem oder mehreren Kodiersystemen enthalten. Ein Kodiersystem wird dabei durch eine Liste von Kodes mit zugehörigen Anzeigenamen und Beschreibungen definiert. Innerhalb eines Kodiersystems muss ein Code eine eindeutig definierte Bedeutung haben.

Value Sets können in unterschiedlicher Art und Weise definiert werden: extensional als Sammlungen von Codes (Konzepten) oder intensional über einen berechenbaren Ausdruck, aus dem sich eine Codeliste exakt ermitteln lässt. Die Value Sets für DocumentEntry.typeCode und DocumentEntry.classCode in diesem Leitfaden sind beispielsweise extensional als Listen definiert, während das Value Set für DocumentEntry.formatCode intensional über Konstruktionsvorschriften für URNs definiert wurde.

Wenn ein Value Set neben den genannten oder beschriebenen Codes zusätzliche Werte erlaubt, wird es als offen (open) bezeichnet andernfalls als geschlossen (closed). Das Value Set für DocumentEntry.languageCode ist beispielsweise offen, da neue Sprachcodes gebildet werden können. Die Value Sets für DocumentEntry.classCode und DocumentEntry.typeCode sind hingegen geschlossen. D.h., dass eine Erweiterung nur über eine neue Version der Value Sets erfolgen sollte.

Die Identifikation eines Value Sets erfolgt normalerweise über eine OID. Die Version eines Value Sets wird über einen Zeitstempel charakterisiert. Die Bindung eines kodierten Elementes an ein Value Set (Binding) kann nun dynamisch (dynamic) oder statisch (static) erfolgen. Ein dynamisches Binding bezieht sich auf die jeweils aktuellste Version eines Value Sets, während bei einem statischen Binding eine feste Version angegeben wird. Bei einem statischen Binding müssen OID bzw. ein eindeutiger Bezeichner sowie ein Zeitstempel angegeben werden. Beim dynamischen Binding fehlt der Zeitstempel.

Für kodierte Elemente gibt es zwei weitere Arten von Bindungen an Value Sets. Beim Design-Time Binding wird das zu verwendende Value Set explizit angegeben. Beim Runtime Binding werden nur die Konzeptdomäne und der sog. Realm festgelegt (z.B. der Realm „Deutschland“). Das effektive Value Set wird dann dynamisch über einen Terminologieserver an Hand von Konzeptdomäne und Realm ermittelt. Bindings können verpflichtend sein (requested), empfohlen werden (suggested oder preferred) oder dienen nur als Beispiel (example). Einzelne Werte eines Value Sets können als verpflichtend (required), erlaubt (permitted) oder ausgeschlossen (excluded) gekennzeichnet werden. Die in diesem Leitfaden definierten Codes besitzen alle den Status permitted.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Eigenschaften der bereits definierten Value Sets:

bla bla
XDS-Metadatum Beschreibung Definitionsart Erweiterbarkeit Bindungsstärke Bindungsart Version
formatCode Dokumentenformat intensional open suggested design-time dynamic
practiceSettingCode Erstellende Fachrichtung extensional closed suggested design-time dynamic
healthcareFacilityTypeCode Einrichtungsart extensional closed suggested design-time dynamic
classCode Dokumentenklasse extensional closed suggested design-time dynamic
typeCode Dokumententyp extensional closed suggested design-time dynamic
languageCode Sprachcode intentsional open suggested design-time dynamic